Der Heilige Bezirk ist einzigartig im süddeutschen Raum. Es gibt auch sonst nur wenige vergleichbare Anlagen im ehemaligen römischen Reich. Da wir unsere Villa-Rustica weiter aufwerten wollen, wurde beschlossen, diesen Bereich in größerem Umfang zu rekonstruieren. Das wird in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde vorgenommen. Die Rekonstruktion erfolgt nach dem aktuellen Forschungsstand. Das ist für alle Beteiligten eine Herausforderung, da es gerade in Detailfragen oft Unsicherheiten gibt. 

Zur Bedeutung folgt hier ein Zitat vom Landesamt für Denkmalpflege:

"Neben den Ausgrabungen ging auch der Wiederaufbau des zum Gutshof gehörenden Tempelbezirks weiter. Das Amt erarbeitete hierzu detaillierte Rekonstruktionsvorschläge. Der Wiederaufbau wird nicht nur den Erlebniswert des Freilichtmuseums weiter steigern, sondern den Besuchern auch anschaulich vor Augen führen, dass die römische Villa-Rustica von Hechingen-Stein mehr war als ein großer Bauernhof. Ausdehnung und Architektur des Tempelbezirks sprechen eine deutliche Sprache: der Kultplatz kann nicht allein fur die religiösen Bedürfnisse der wenigen Villen-Bewohner gedacht gewesen sein."

Quelle aus PDF-Datei 'Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2017 ' von => LAD

 

Der Plan

Auf dieser Abbildung ist gut zu sehen, dass es ich um einen kompletten Wiederaufbau des Tempelbezirkes handelt. Die farbliche Gestaltung ist hier sehr verhalten, aber es wurde bald beschlossen, dass auf die antike Farbgestaltung großer Wert gelegt wird. So sollen vor allem die Gebäude, wie die acht Tempel, der Portikus (Säulenhalle, linke Seite), sowie die Götterfiguren in der antiken Farbgestaltung erstellt werden. Des weiteren soll die bisherige Jupiter-Gigantensäule an dem nachgewiesenen Originalstandplatz umgesetzt werden. Eine grobe Kostenschätzung ging von einer kompletten Fremdvergabe aus und wurde auf ca. 450.000,-- € geschätzt. Da dies vom Förderverein nicht gestemmt werden kann, wurden von vorneherein alle Maurer-, Malerarbeiten und die Dachbedeckungen durch Vereinsmitglieder vorgenommen. Lediglich die Unterkonstruktionen der Dächer sollten durch einen Zimmereibetrieb erstellt werden. Damit konnten bis jetzt (Stand November 2019) ca. 200.000,- € eingespart werden.

Die Planungen begannen in 2017, sodass im Herbst die Baumaßnahmen beginnen konnten.

 

Richtfest Portikus (Mai 2018)

 

Mittlerweile wurde ein Teil der ca. drei Meter hohen Umfassungsmauer, sowie der Portikus (offene Säulenhalle) im Rohbau erstellt. Es fand das Richtfest für den Portikus (Säulenhalle) statt. Demnächst wird dieser Bereich mit Ziegeln eingedeckt.

Hier ein Video vom Richtfest: hier klicken

 

20180502 Richtfest

Foto 11 995 69 Wiederaufbau Gebaude C 0012 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portikus während der Rohbauphase                                                                    Richtfest am 02.05.2018

Portikus fertig (Herbst 2018)

 

Schließlich ist der Bau des Portikus weit gediehen. Die Anstriche (außen und innen), der Dachstuhl, die Ziegeleindeckung und die Kassettendecke sind gemacht. Jetzt fehlen nur noch die Götterfiguren und die Bemalung der Kassetten. 

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Zwischenstand im Herbst 2019

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